Pressekonferenz 2017

Prof. Dr. Esther Hoffmann

Wenn schon Kinder am Glaukom leiden

Nationales Register für angeborene Glaukome soll Betreuung verbessern
Es ist zwar selten, aber es kommt vor, dass ein Baby bereits mit einem Glaukom zur Welt kommt. Etwa bei einem von 12500 Kindern entwickelt sich während der Schwangerschaft der Kammerwinkel im Auge nicht normal. Die Folge ist, dass das Kammerwasser nicht ausreichend aus dem Auge abfließen kann und der Augeninnendruck infolgedessen stark ansteigt. Ein sichtbares Zeichen dieser Erkrankung, die das Sehvermögen bedroht, sind auffällig große Augen, vermehrtes Tränen und außergewöhnliche Lichtempfindlichkeit des Babys. Wenn der Verdacht auf ein angeborenes Glaukom besteht, muss das Kind so schnell wie möglich untersucht und eventuell operiert werden, um das Augenlicht zu retten.
Noch ist zu wenig über kindliche Glaukomerkrankungen in Deutschland bekannt. Damit die kleinen Patienten optimal versorgt werden können, soll ein nationales Kinderglaukom-Register entstehen. Darin sollen epidemiologische und klinische Daten aus ganz Deutschland gesammelt werden. Das Ziel ist eine verbesserte Versorgung in interdisziplinärer Zusammenarbeit von Augenärzten, Kinderärzten, Humangenetikern, Anästhesisten und der Glaukom-Selbsthilfe.
Ansprechpartner für das neue Register ist das Kinder-Glaukomzentrum an der Universitäts-Augenklinik in Mainz.
Prof. Dr. Esther Hoffmann
Oberärztin
Universitätsmedizin
Augenklinik und Poliklinik
Leitung Abteilung Glaukomerkrankungen,
Schwerpunkt pädiatrische Glaukome
Langenbeckstr. 1
55131 Mainz
Tel.: 06131/17-0
e-Mail: ehoffman@uni-mainz.de