Programmübersicht

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Vorlesung: Therapieentscheidungen in der Augenheilkunde
A 2
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V01VO Raum 1 Dienstag, den 18.03.2014 von 09:00 bis 10:30 1.50 Stunden
Vorlesung: Therapieentscheidungen in der Augenheilkunde
A 1
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V02VO Raum 1 Dienstag, den 18.03.2014 von 11:15 bis 12:00 0.75 Stunden
Vorlesung: Therapieentscheidungen in der Augenheilkunde
A 2
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V03VO Raum 1 Mittwoch, den 19.03.2014 von 09:00 bis 10:30 1.50 Stunden
Vorlesung: Therapieentscheidungen in der Augenheilkunde
A 1
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V04VO Raum 1 Mittwoch, den 19.03.2014 von 11:15 bis 12:00 0.75 Stunden
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Vorlesung: Therapieentscheidungen in der Augenheilkunde
A 2
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V05VO Raum 1 Donnerstag, den 20.03.2014 von 09:00 bis 10:30 1.50 Stunden
 

Inhalt:
09:00 - 09:25 Uhr
Welche Diagnostik entscheidet die Therapie bei AMD?
Prof. Dr. Frank G. Holz (Bonn)
Die modernen bildgebenden diagnostischen Verfahren sind mittlerweile zur wesentlichen Grundlage für Therapieentscheidungen im Rahmen der AMD geworden. Zum einen geht es dabei um die akkurate Diagnosestellung vor Therapieinitiierung. Sowohl bei der feuchten AMD als auch bei der trockenen AMD sind eine Reihe von Differentialdiagnosen zu berücksichtigten. Wichtige Informationen in der Diagnostik ergeben neben der Fluoreszein-Angiographie auch andere Modalitäten wie das SD-OCT, Fundusautofluoreszenz - undNahinfrarotreflektion-Imaging. Die bildgebende Diagnostik gibt zielführende Hinweise auf die Notwendigkeit einer Wiederbehandlung unter Anti-VEGF-Therapie. So sind neben klassischen Aktivitätszeichen in der SD-OCT-Untersuchung auch Merkmale zu berücksichtigen, wenn Funduskopie, Fluoreszein-Angiographie oder SD-OCT ein unzureichendes Therapieanprechen nicht schlüssig erklären. Die Autofluoreszenz-Bildgebung kann bspw. Aufschlüsse über den Verlust von RPE geben als Ausdruck einer zum exsudativen Krankheitsprozeß parallelen Atrophieentwicklung. Auch kann die Detektion anderer Phänotypen der neovaskulären AMD erleichtert werden. Rezente Untersuchungen weisen darauf hin, dass objektive Bildgebungsbefunde mitunter unterschiedlich interpretiert werden (u.a. CATT- und OCEAN-Studie). Deswegen ist eine Standardisierung nicht nur der Aufnahmetechniken sondern auch der Interpretationsalgorithmen anzustreben.

09:25 - 09:45 Uhr
Welche Diagnostik entscheidet die Therapie bei anderen Makulaödemen? (Diabetes, retinale, venöse Verschlüsse, Uveitis)
Prof. Dr. Nicolas Feltgen (Göttingen)
Die neuen bildgebenden Möglichkeiten zur Beurteilung retinaler Erkrankungen haben die Diagnosestellung und Therapieentscheidung in den vergangenen Jahren deutlich verändert. In erster Linie ist hierbei die Optische Kohärenztomographie (OCT), aber auch die Weitwinkelangiographie zu nennen.
Bei der Indikationsstellung als auch im Behandlungsverlauf eines Makulaödems ist die OCT nicht mehr wegzudenken. In vielen Studien konnte belegt werden, dass die mittels OCT ermittelten morphologischen Veränderungen als Entscheidungshilfe für oder gegen eine weitere Therapie zuverlässiger sind als die von den Patienten angegebene Sehschärfe. Die verschiedenen Behandlungsstrategien (Pro-Re-Nata, fixe Dosierung, Treat-and-Extend) basieren vor allem auf den OCT Befunden. Mit Hilfe der OCT sind mittlerweile auch prognostische Aussagen über die spätere Sehfunktion möglich. Hierbei kommt dem Bereich der Photorezeptor Innen- und Außensegmente (IS/OS-Linie), der Geschwindigkeit des Ansprechens bei Therapiebeginn und der Art des Ödems eine Bedeutung zu.
Mit Hilfe der Weitwinkelangiographie können bisher nicht detektierbar periphere Netzhautareale dargestellt werden. Damit sind auch sehr peripher gelegene ischämische Areale, Proliferationen oder Entzündungen nachweisbar. Der Zusammenhang zwischen den peripheren Netzhautveränderungen und einem Makulaödem ist bisher aber noch unklar.
Als hilfreiches und einfaches bildgebendes Verfahren hat sich die Autofluoreszenz bewährt. Hiermit können z.B. die Lasernarben bei zentralen und zarten Lasereffekten gut aufgezeigt werden.
Im Gegensatz zum uveitischen Makulaödem spielt die Analyse von Glaskörperproben beim diabetischen und verschlussbedingten Makulaödem im klinischen Alltag keine Rolle.

09:45 - 10:05 Uhr
Welche Diagnostik ist zur Therapiewahl bei Erkrankungen an der vitreoretinalen Grenzfläche entscheidend?
Prof. Dr. Christos Haritoglou (München)
Die Diagnostik bei Erkrankungen der vitreoretinalen Grenzfläche ist in vielen Fällen gestützt auf die Spaltlampenbiomikroskopie mit der 78 oder 90 dpt Lupe, in deren Rahme auch Tests wie der Watzke-Allen-Test bei durchgreifenden Defekten in der Makula angewandt werden können, wobei die klinische Aussagekraft dieses Tests eingeschränkt ist. Eine wesentlichere Rolle bei der Diagnostik der Erkrankungen der vitreoretinalen Grenzfläche spielt sicher die optische Kohärenztomographie, die hochauflösende Schnittbilder der Netzhaut und ihrer Schichtung bietet. Damit sind in therapeutischer Hinsicht wichtige Unterscheidungen möglich, wie zum Beispiel die Frage ob es sich um durchgreifende Defekte der Netzhaut handelt oder nur um Spaltbildungen innerhalb bestimmter Schichten. Diese Unterscheidung ist wichtig für den zu erwartenden Therapieerfolg und hat somit Bedeutung für die Entscheidung, ob ein operativer Eingriff (schon) indiziert ist. Die OCT ermöglicht auch die Dokumentation von vitreoretinalen Adhärenzen, besonders deren Ausdehnung und begleitender intraretinalen Veränderungen die durch sie verursacht werden. Die Kenntnis über diese Zusammenhänge ist entscheidend bei der Indikationsstellung für neue intravitreale Pharmakotherapien zur Lösung pathologischer Traktionen im Makulabereich mittels enzymatischer Vitreolyse. Ein weiterer Aspekt im Rahmen der Diagnostik bei Krankheitsbildern der vitreoretinalen Grenzfläche ist die Morphologie der äusseren Netzhautschichten, die zunehmend Relevanz als prädektiver Faktor aber auch in der Verlaufsbeobachtung gewinnt.

10:05 - 10:30 Uhr
Zum klinischen Nutzen einer molekulargenetischen Diagnostik bei Erkrankungen der Netzhaut
Prof. Dr. Bernhard Weber (Regensburg)
Wissenschaftliche Spitzenforschung der letzten Jahre gekoppelt mit tiefgreifenden Entwicklungen im Bereich der genetischen Hochdurchsatztechnologien haben wesentlich dazu beigetragen die molekularen Ursachen bei Erkrankungen der Netzhaut weiter zu beleuchten. Dies gilt besonders für die große Zahl der bekannten Mendelschen Erkrankungen der Netzhaut, aber auch für komplexe Erkrankungen der alternden Netzhaut, insbesondere der altersabhängigen Makuladegeneration. Dabei setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass die Erkrankungen der Netzhaut genetisch äußerst heterogen sind und in der Regel genetische Veränderungen in einer großen Zahl von unterschiedlichen Netzhautgenen einen einzigen Phänotypen hervorbringen, der klinisch durch bildgebende retinale Diagnostik und retinale Funktionsdiagnostik in aller Regel nicht weiter differenziert werden kann. Somit ist zu fordern, die traditionelle molekulargenetische Diagnostik, die sich zwangsläufig aufgrund zeit- und kostenintensiver Sanger-Sequenzierungverfahren auf die Analyse nur einzelner Gene beschränken kann, an den aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik anzupassen. Zu nennen ist hier beispielsweise die Einführung der sogenannten Genpanel-Diagnostik mittels next generation sequencing, die parallele Genanalysen ermöglicht und damit die Chance wesentlich erhöht die genetische Ursache einer Netzhauterkrankung beim Patienten zu identifizieren.

Als integraler Bestandteil unseres Gesundheitssystems kommt der molekulargenetischen Diagnostik in der medizinischen Versorgung eine wichtige Rolle im Rahmen der Diagnosesicherung zu. Die Klärung des individuellen genetischen Defektes erlaubt u.a. eine Beurteilung des Wiederholungsrisikos bei Nachkommen und wird immer bedeutender für eine Therapie-Entscheidung des behandelnden Augenarztes. Allerdings sind die Ergebnisse einer modernen molekulargenetischen Diagnostik aufgrund der Komplexität der anfallenden Daten häufig vielschichtig und bedürfen einer engen kooperativen Zusammenarbeit zwischen dem molekulargenetischen Labor und dem Augenarzt. Dies schließt auch eine angemessene Kommunikation solch komplexer Ergebnisse an den Patienten ein.

Zugang:
Zugang kostenlos; 

Maximale Teilnehmerzahl: 800


Vorlesung: Therapieentscheidungen in der Augenheilkunde
A 1
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V06VO Raum 1 Donnerstag, den 20.03.2014 von 11:15 bis 12:00 0.75 Stunden
Vorlesung: Therapieentscheidungen in der Augenheilkunde
A 2
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V07VO Raum 1 Freitag, den 21.03.2014 von 09:00 bis 10:30 1.50 Stunden
Vorlesung: Therapieentscheidungen in der Augenheilkunde
A 1
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V08VO Raum 1 Freitag, den 21.03.2014 von 11:15 bis 12:00 0.75 Stunden
Strabologie Ringvorlesung
A 2
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V09VO Raum 1 Samstag, den 22.03.2014 von 09:00 bis 10:30 1.50 Stunden
Strabologie Ringvorlesung
A 2
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V10VO Raum 1 Samstag, den 22.03.2014 von 10:50 bis 12:20 1.50 Stunden
Strabologie Ringvorlesung
A 2
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V11VO Raum 1 Samstag, den 22.03.2014 von 13:30 bis 15:00 1.50 Stunden
Strabologie Ringvorlesung
A 2
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V12VO Raum 1 Samstag, den 22.03.2014 von 15:20 bis 16:50 1.50 Stunden
Vorlesung: Kontaktologie
A 4
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V13VO Raum 2 Samstag, den 22.03.2014 von 09:00 bis 12:00 3.00 Stunden

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