Programmübersicht

Adnexe des Auges und der Orbita Allgemeines Methoden Aufbaukurs Ultraschall Augenärztliches Umfeld Berufspolitik, Gesundheitsökonomie Glaukom Hinterabschnitt Immunologie und Infektologie Interdisziplinäre Medizin Komplementäre Medizin Operative Verfahren Ophthalmologische Optik/Optometrie Praxisführung und -organisation Psychosomatik Refraktive Verfahren Strabologie/Neuroophthalmologie Vorderabschnitt Vorlesungen
Vorlesung: Therapieentscheidungen in der Augenheilkunde
A 2
diesen Kurs in mein Stundenplan merken  
V01VO Raum 1 Dienstag, den 18.03.2014 von 09:00 bis 10:30 1.50 Stunden
Vorlesung: Therapieentscheidungen in der Augenheilkunde
A 1
diesen Kurs in mein Stundenplan merken  
V02VO Raum 1 Dienstag, den 18.03.2014 von 11:15 bis 12:00 0.75 Stunden
Vorlesung: Therapieentscheidungen in der Augenheilkunde
A 2
diesen Kurs in mein Stundenplan merken  
V03VO Raum 1 Mittwoch, den 19.03.2014 von 09:00 bis 10:30 1.50 Stunden
Der Kurs V04 wurde zu Ihrem Stundenplan hinzugefügt
Vorlesung: Therapieentscheidungen in der Augenheilkunde
A 1
diesen Kurs aus meinem Stundenplan löschen  
V04VO Raum 1 Mittwoch, den 19.03.2014 von 11:15 bis 12:00 0.75 Stunden
  Prof. Dr. Norbert Bornfeld, Essen
PD Dr. med. Christina Jacobi, Erlangen
Prof. Dr. Anselm Kampik, München

Inhalt:
11:15 - 11:35 Uhr
Welche Diagnostik entscheidet die Therapie beim trockenen Auge?
PD Dr. Christina Jacobi (Erlangen)
Das trockene Auge (Keratokonjunktivitis sicca) ist eine der häufigsten Erkrankungen weltweit. Etwa 10% der Bevölkerung leiden an einer Störung des präkornealen Tränenfilmes. Charakteristisch für das trockene Auge ist eine oftmals bestehende Diskrepanz zwischen morphologischen Befunden und Symptomen der Patienten. Entsprechend neuer pathogenetischer Erkenntnisse treten inflammatorische Mechanismen zunehmend in den Vordergrund. Es entsteht ein Circulus vitiosus, der durch eine erhöhte Osmolarität des Tränenfilmes, lokale Hormonimbalancen, sowie neuronale Dysfunktionen der Strukturen der Augenoberfläche gesteigert wird (DEWS 2007). Daraus ergibt sich ein Paradigmenwechsel vom „trockenen“ zum „entzündeten“ Auge mit einer erweiterten Definition, welche auch die Anwendung neuer diagnostischer Methoden erfordert. Mit dieser Diagnostik können die Subgruppen des trockenen Auges (Hyposekretion, Hyperevaporation) weitestgehend differenziert werden. Es werden Basisuntersuchungen (wie Spaltlampenuntersuchung, Tränenmeniskusmessung, LIPCOF, Tränenfilmaufreißzeit, Vitalfärbungen der Augenoberfläche, Schirmertest) und Zusatzuntersuchungen (wie Osmolarität des Tränenfilmes, Tränenfilmdickenmessung, Meibographie, in vivo konfokale Mikroskopie, MMP-9-Messung im Tränenfilm) unterschieden. In der Therapie zeigt sich die Anwendung von spezifischen Tränenersatzmitteln sowie antiinflammatorischen Substanzen (Corticosteroide, Ciclosporin A) sowie Stimulanzien der Muzinrezeptoren der Augenoberfläche (Diquafosol). Nur so können mögliche Folgen der Erkrankung, wie Beeinträchtigung von Lebensqualität, Folgeerkrankungen, wie Infektionen der Augenoberfläche, Epitheliopathien, Hornhautulzera, bis hin zur Arbeitsunfähigkeit vermieden werden.

11:35 - 12:00 Uhr
Welche Diagnostik ist für die Therapieentscheidung bei Tumoren des Auges zweckmäßig und nötig?
Prof. Dr. Norbert Bornfeld (Essen)
Intraokulare Tumoren treten entweder als primäre Tumoren oder als intraokulare Metastasen maligner extraokularer Primärtumoren auf. Die Unterscheidung zwischen beiden Formen kann für den betroffenen Patienten lebensrettend sein. Die differentialdiagnostische Abklärung primärer intraokularer Tumoren des Kindesalters kann im Zweifelsfall schwierig und manchmal unmöglich sein. Abzugrenzen sind insbesondere Tumoren wie das Medulloepitheliom und Pseudotumoren wie der fortgeschrittene M. Coast. Intraokulare Diagnoseverfahren dürfen bei Kindern nicht angewandt werden, so dass die Diagnose mit nicht-invasiven Methoden einschließlich moderner bildgebender Verfahren wie insbesondere das hochauflösende MRT gestellt werden muss. Im Erwachsenenalter können solide intraokulare Tumoren von Tumoren die im Rahmen eines Maskerade-Syndroms auftreten wie z.B. beim intraokularen Lymphom unterschieden werden. Bei eindeutigen klinischen Befunden (Tumorhöhe über 3-4 mm, Pigmentierung, Pilzform, Exsudation) kann bei malignen Melanomen auf eine diagnostische Biopsie zur Verifizierung der Diagnose verzichtet werden. Falls vom Patienten gewünscht kann eine prognostische Biopsie das Metastasenrisiko mit einer Spezifität von deutlich mehr als 90% eingrenzen. Bei nicht eindeutigen intraokularen Tumoren und bei V.a. Maskerade-Syndrom muss nach Ausschöpfung aller nichtinvasiver Methoden wie FAG, OCT und Ultraschall eine intraokulare Biopsie zur Sicherung der Diagnose erwogen werden. In mehr als 10% dieser Tumoren finden sich Metastasen unerwarteter oder unbekannter extraokularer Primärtumoren oder eine maligne Transformation einer als benige eingestuften Raumforderung.

Zugang:
Zugang kostenlos; 

Maximale Teilnehmerzahl: 800


Vorlesung: Therapieentscheidungen in der Augenheilkunde
A 2
diesen Kurs in mein Stundenplan merken  
V05VO Raum 1 Donnerstag, den 20.03.2014 von 09:00 bis 10:30 1.50 Stunden
Vorlesung: Therapieentscheidungen in der Augenheilkunde
A 1
diesen Kurs in mein Stundenplan merken  
V06VO Raum 1 Donnerstag, den 20.03.2014 von 11:15 bis 12:00 0.75 Stunden
Vorlesung: Therapieentscheidungen in der Augenheilkunde
A 2
diesen Kurs in mein Stundenplan merken  
V07VO Raum 1 Freitag, den 21.03.2014 von 09:00 bis 10:30 1.50 Stunden
Vorlesung: Therapieentscheidungen in der Augenheilkunde
A 1
diesen Kurs in mein Stundenplan merken  
V08VO Raum 1 Freitag, den 21.03.2014 von 11:15 bis 12:00 0.75 Stunden
Strabologie Ringvorlesung
A 2
diesen Kurs in mein Stundenplan merken  
V09VO Raum 1 Samstag, den 22.03.2014 von 09:00 bis 10:30 1.50 Stunden
Strabologie Ringvorlesung
A 2
diesen Kurs in mein Stundenplan merken  
V10VO Raum 1 Samstag, den 22.03.2014 von 10:50 bis 12:20 1.50 Stunden
Strabologie Ringvorlesung
A 2
diesen Kurs in mein Stundenplan merken  
V11VO Raum 1 Samstag, den 22.03.2014 von 13:30 bis 15:00 1.50 Stunden
Strabologie Ringvorlesung
A 2
diesen Kurs in mein Stundenplan merken  
V12VO Raum 1 Samstag, den 22.03.2014 von 15:20 bis 16:50 1.50 Stunden
Vorlesung: Kontaktologie
A 4
diesen Kurs in mein Stundenplan merken  
V13VO Raum 2 Samstag, den 22.03.2014 von 09:00 bis 12:00 3.00 Stunden

Minisymposien Drylabs Facharztweiterbildung Sprechstunden Wetlabs Videotheken Patientenveranstaltungen Fortbildung Ärztliches Assistenzpersonal Berufsverband der Orthoptistinnen Deutschlands e.V. (BOD) Ausstellersymposien ATA Fortbildungscurriculum zur Augenheilkundlich technischen Assistenz